Geld anlegen für Kinder: So starten Sie entspannt in die finanzielle Zukunft
Häufige Fragen
Wenn Ihr Kind immer aktiver wird und die Welt entdeckt, rückt oft auch der Gedanke an die Zukunft näher. Viele Eltern fragen sich in dieser spannenden Phase, wie sie frühzeitig ein finanzielles Polster für spätere Wünsche aufbauen können. Schon kleine Beträge, die regelmäßig zur Seite gelegt werden, können über die Jahre zu einer wunderbaren Starthilfe heranwachsen.
Grundlagen: Was Eltern über Geldanlagen wissen möchten
Der wichtigste Helfer beim Sparen für den Nachwuchs ist die Zeit. Wenn Sie früh beginnen, hat das Geld viele Jahre Zeit, um zu arbeiten und sich zu vermehren. Dieser lange Anlagehorizont ist ein großer Vorteil, den Sie ganz entspannt für sich nutzen können.
Ein zentraler Begriff ist dabei der Zinseszins. Wenn die Erträge aus einer Anlage direkt wieder investiert werden, wächst das Guthaben im Laufe der Zeit immer schneller. Je länger das Geld unangetastet bleibt, desto stärker macht sich dieser Effekt bemerkbar.
Viele Familien kennen noch das klassische Sparbuch von früher. Es gilt als sehr sicher, bringt aber heutzutage oft nur geringe Zinsen. Durch die Inflation, also den allgemeinen Preisanstieg, verliert das Geld auf einem zinslosen Konto über die Jahre an Kaufkraft. Daher suchen viele Eltern nach Alternativen, die einen Inflationsausgleich bieten.
Eine beliebte und zeitgemäße Möglichkeit sind sogenannte ETFs, also börsengehandelte Indexfonds. Diese Fonds verteilen das Geld auf viele verschiedene Unternehmen weltweit. Das streut das Risiko enorm. Wertschwankungen kommen an der Börse zwar vor, gleichen sich aber über einen Zeitraum von zehn bis fünfzehn Jahren meist sehr gut aus.
Praktische Tipps für den Vermögensaufbau
Fangen Sie gerne klein an. Es braucht keine großen Summen, um loszulegen. Schon mit Beträgen von 25 Euro im Monat können Sie einen Sparplan einrichten. Wichtig ist vor allem die Regelmäßigkeit, die Sie ganz bequem über einen Dauerauftrag oder einen automatischen Einzug organisieren können.
Entscheiden Sie in Ruhe, auf wessen Namen das Konto oder Depot laufen wird. Ein sogenanntes Junior-Depot läuft direkt auf den Namen des Kindes. Das bringt oft steuerliche Vorteile, da Kinder eigene Freibeträge haben. Der wichtigste Aspekt dabei: Mit dem 18. Geburtstag gehört das Geld rechtlich komplett Ihrem Kind.
Wenn Sie die Kontrolle lieber länger behalten möchten, können Sie das Geld auch auf Ihren eigenen Namen anlegen. So entscheiden Sie später selbst, wann und wofür Sie das Ersparte übergeben. Beide Wege sind völlig in Ordnung und hängen ganz von Ihrem persönlichen Bauchgefühl ab.
Beziehen Sie gerne auch die Großeltern oder Paten mit ein. Oft möchten Verwandte zu Geburtstagen oder Feiertagen etwas beisteuern. Ein kleiner Zuschuss zum Sparplan ist ein nachhaltiges Geschenk, das mit dem Kind mitwächst und später vielleicht den Führerschein oder die erste Einrichtung finanziert.
Manchmal mischen sich finanzielle Sorgen mit Ängsten um die allgemeine Entwicklung. Wenn Sie Bedenken bezüglich der Gesundheit haben und deshalb besonders viel für mögliche Therapien oder besondere Förderungen ansparen möchten, sprechen Sie am besten mit Ihrer Kinderärztin oder Ihrem Kinderarzt. Oft lassen sich solche Sorgen im Gespräch schnell klären und Sie können beruhigter in die Zukunft blicken.
Bleiben Sie bei Marktschwankungen gelassen. Wenn Sie sich für einen ETF-Sparplan entscheiden, wird es Zeiten geben, in denen die Kurse sinken. Das ist ein normaler Teil des Prozesses. Bei niedrigen Kursen kaufen Sie durch die feste monatliche Rate automatisch mehr Anteile, was sich langfristig oft positiv auswirkt.
Häufige Fragen zum Sparen für Familien
Was passiert, wenn wir das Geld zwischendurch dringend brauchen?
Das hängt von der Anlageform ab. Bei einem Tagesgeldkonto kommen Sie jederzeit an Ihr Geld. Auch ETF-Anteile können Sie theoretisch an jedem Werktag verkaufen. Wenn das Depot jedoch auf den Namen des Kindes läuft, darf das Geld rechtlich nur für die Belange des Kindes verwendet werden.
Ist ein Bausparvertrag noch eine gute Idee?
Ein Bausparvertrag kann sinnvoll sein, wenn Sie das Geld später ganz sicher für wohnungswirtschaftliche Zwecke nutzen möchten. Für einen allgemeinen und flexiblen Vermögensaufbau bieten ETFs oder gut verzinste Festgeldkonten oft mehr Spielraum und potenziell höhere Renditen.
Wie finden wir den richtigen Anbieter?
Viele Direktbanken bieten kostenlose Kinderdepots oder sehr günstige Sparpläne an. Ein Vergleich im Internet hilft Ihnen, die Gebühren im Blick zu behalten. Achten Sie auf kostenlose Depotführung und niedrige Ausführungskosten für den Sparplan.
Zusammenfassung
- Beginnen Sie frühzeitig, auch kleine Beträge lohnen sich auf lange Sicht.
- Nutzen Sie den Faktor Zeit und den Zinseszins für den Vermögensaufbau.
- Überlegen Sie, ob das Depot auf den Namen des Kindes oder auf Ihren Namen laufen passt.
- Weltweit gestreute ETFs bieten eine zeitgemäße Alternative zum klassischen Sparbuch.
- Richten Sie einen automatischen Sparplan ein, um den Kopf für den Familienalltag frei zu haben.
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