Haare färben und tönen: Die richtige Pflege für experimentierfreudige Teenager
Häufige Fragen
Jugendliche entdecken oft neue Wege, ihre Persönlichkeit auszudrücken, wobei Haarfarben hoch im Kurs stehen. Ein leuchtendes Rosa oder ein tiefes Blau im Haar ist für viele Teenager ein spannendes Experiment. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihr Kind bei diesen kreativen Phasen begleiten und gleichzeitig für eine gesunde Haarstruktur sorgen.
Grundlagen für bunte Experimente
Der Unterschied zwischen Tönen und Färben ist ein wichtiger erster Schritt. Auswaschbare Tönungen legen sich lediglich um das Haar und verblassen nach einigen Haarwäschen. Permanente Farben oder Blondierungen dringen tief in die Haarstruktur ein. Das verändert die Beschaffenheit der Haare dauerhaft und erfordert eine intensivere Pflege.
Chemische Haarfarben enthalten oft Inhaltsstoffe, die empfindliche Kopfhaut reizen können. Ein vorab durchgeführter Allergietest in der Armbeuge ist immer ratsam. Zeigt die Haut Ihres Kindes nach dem Färben starke Rötungen, Schwellungen oder anhaltenden Juckreiz, ist ein Besuch beim Kinderarzt oder der Kinderärztin wichtig. So lassen sich allergische Reaktionen sicher abklären und behandeln.
Blondierungen entziehen dem Haar die natürlichen Pigmente, was es oft trocken und spröde macht. Viele Jugendliche wünschen sich gerade helle oder pastellige Töne, die ohne vorheriges Aufhellen kaum sichtbar sind. Hierbei ist eine besonders behutsame Vorgehensweise gefragt, um Haarbruch zu vermeiden.
Das Verständnis für die eigene Haarstruktur hilft bei der Auswahl der richtigen Produkte. Feines Haar nimmt Farbe oft schneller an, ist aber auch anfälliger für Schäden durch chemische Behandlungen. Dickes oder lockiges Haar benötigt meist längere Einwirkzeiten und von Beginn an eine extra Portion Feuchtigkeit.
Vorbereitung auf das Färben zu Hause
Eine gute Vorbereitung ist das halbe Geheimnis für ein gelungenes Ergebnis im heimischen Badezimmer. Es empfiehlt sich, alle benötigten Utensilien vorab bereitzulegen, damit während des Färbens keine Hektik entsteht. Alte Handtücher, ein Kamm, Haarklammern zum Abteilen und ausreichend Schutzhandschuhe gehören zur Grundausstattung.
Die Haut am Haaransatz, an den Ohren und im Nacken nimmt schnell ungewollt Farbe an. Eine fetthaltige Creme, großzügig auf diese Partien aufgetragen, wirkt wie eine Schutzbarriere. So lassen sich Farbreste nach dem Auswaschen ganz leicht mit einem feuchten Tuch entfernen.
Praktische Tipps für die Pflege danach
Mit sanften Alternativen beginnen
Für den Einstieg eignen sich auswaschbare Tönungen oder Farbmasken hervorragend. Diese Produkte pflegen das Haar oft gleichzeitig und waschen sich rückstandslos wieder heraus. Ihr Kind kann so verschiedene Nuancen testen, ohne sich langfristig festzulegen.
Feuchtigkeit als Basis der Pflege
Gefärbtes Haar benötigt viel Feuchtigkeit, um seinen Glanz zu behalten. Reichhaltige Haarmasken oder Conditioner nach jeder Wäsche helfen, die aufgeraute Haarstruktur zu glätten. Eine Leave-in Pflege mit pflegenden Ölen schützt die Spitzen zusätzlich vor dem Austrocknen.
Die Kopfhaut schonen
Vor dem Färben ist es vorteilhaft, die Haare ein bis zwei Tage lang nicht zu waschen. Die natürlichen Öle der Kopfhaut bilden einen Schutzfilm gegen die chemischen Inhaltsstoffe der Farbe. Ein mildes Shampoo für die regelmäßige Wäsche danach beruhigt die Haut zusätzlich.
Hitzestyling reduzieren
Föhn, Glätteisen und Lockenstab strapazieren chemisch behandeltes Haar zusätzlich. Es ist schonender, die Haare an der Luft trocknen zu lassen oder die Kaltstufe des Föhns zu nutzen. Wenn Hitze unvermeidbar ist, schützt ein gutes Hitzeschutzspray vor weiteren Schäden.
Spezielle Pflegeprodukte nutzen
Shampoos für coloriertes Haar enthalten Inhaltsstoffe, die ein schnelles Verblassen der Farbe verhindern. Sie verzichten oft auf starke Tenside, die die Farbpigmente aus dem Haar waschen könnten. Eine wöchentliche Intensivkur stärkt das Haar von innen heraus und sorgt für leichtere Kämmbarkeit.
Regelmäßig Spitzen schneiden
Auch die beste Pflege kann Spliss nicht immer vollständig verhindern, besonders nach einer Blondierung. Ein regelmäßiger Schnitt der Haarspitzen hält das Haar gesund und lässt die neue Farbe frischer wirken. Oft reichen schon wenige Millimeter, um die Form zu erhalten.
Häufige Fragen
Wie oft ist ein Farbwechsel unbedenklich?
Bei pflegenden Tönungen ist ein häufiger Wechsel meist problemlos möglich. Permanente Farben und besonders Blondierungen erfordern jedoch Pausen von mehreren Wochen. So hat das Haar Zeit, sich zu erholen und Haarbruch wird vermieden.
Was tun bei einem unerwünschten Farbergebnis?
Manchmal fällt die Farbe anders aus als auf der Verpackung abgebildet. Bei Tönungen helfen oft einige Haarwäschen mit einem tiefenreinigenden Shampoo. Bei permanenten Farben ist der Gang zu einem professionellen Friseursalon oft die sicherste Lösung, um das Haar nicht weiter zu strapazieren.
Verändert das Färben die Haare für immer?
Die chemische Veränderung betrifft nur das behandelte Haar, nicht die Haarwurzel. Das neu nachwachsende Haar behält die ursprüngliche Naturhaarfarbe und Struktur. Mit der Zeit wächst die gefärbte Partie einfach heraus.
Zusammenfassung
- Auswaschbare Tönungen sind ein schonender Einstieg in die Welt der Haarfarben.
- Allergietests vorab schützen vor unangenehmen Reaktionen der Kopfhaut.
- Bei starken Hautreaktionen ist kinderärztlicher Rat gefragt.
- Eine fetthaltige Creme am Haaransatz verhindert Verfärbungen der Haut.
- Feuchtigkeitsspendende Masken und Conditioner glätten die beanspruchte Haarstruktur.
- Hitzestyling am besten reduzieren, um Haarbruch bei gefärbtem Haar zu minimieren.
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