
Frühlingshafter Kartoffelbrei mit Hähnchen und Kräutern
Frische, milde Frühlingskräuter wie Petersilie oder Kerbel geben diesem Kartoffelbrei mit Hähnchen eine ganz besondere Note. Er wird sehr fein püriert und führt Ihr Kind sanft an neue, herzhafte Geschmacksrichtungen heran. Eine warme und nahrhafte Mahlzeit, die den Frühling direkt auf den Löffel bringt.
Gerade bei den ersten Breien geht es noch nicht darum, dass Ihr Kind sofort eine ganze Mahlzeit isst. Die Milch bleibt weiterhin die wichtigste Nahrungsquelle. Der Brei ist vielmehr eine Einladung, neue Texturen und Aromen kennenzulernen.
Zutaten für den Frühlingsbrei
- 150 g Kartoffeln (vorwiegend festkochend, idealerweise in Bio-Qualität)
- 50 g Hähnchenbrustfilet (Bio-Qualität)
- 1 TL frische Petersilie (sehr fein gehackt)
- 1 EL Rapsöl (spezielles Beikostöl)
- ca. 50 ml Wasser (alternativ ungesalzene Gemüsebrühe)
Diese Menge ergibt etwa zwei bis drei Portionen. Das hängt ganz vom aktuellen Appetit Ihres Kindes ab.
Schritt für Schritt Zubereitung
- Die Kartoffeln gründlich schälen, waschen und in gleichmäßige, kleine Würfel schneiden.
- Das Hähnchenbrustfilet unter fließendem, kaltem Wasser abspülen, mit einem Papiertuch trocken tupfen und ebenfalls in feine Stücke schneiden.
- Die Kartoffelwürfel und das Fleisch in einen kleinen Topf geben. Mit so viel Wasser aufgießen, dass die Zutaten knapp bedeckt sind, und alles zum Kochen bringen.
- Bei mittlerer Hitze zugedeckt etwa 15 Minuten sanft köcheln lassen. Prüfen Sie mit einer Gabel, ob Fleisch und Kartoffeln vollständig weich und durchgegart sind.
- Das restliche Kochwasser abgießen. Fangen Sie dabei unbedingt etwas Flüssigkeit in einer Tasse auf.
- Die fein gehackte Petersilie, das Rapsöl und etwa 50 ml des aufgefangenen Kochwassers zu den weichen Zutaten geben.
- Alles mit einem Pürierstab zu einer sehr glatten, sämigen Masse verarbeiten. Achten Sie darauf, dass keine Stücke mehr enthalten sind.
- Den Brei auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Testen Sie die Temperatur vor dem Füttern immer auf dem eigenen Handrücken.
Variationen und praktische Tipps
Starten Sie die Beikost ganz entspannt mit wenigen Löffeln. Viele Kinder essen anfangs nur zwei bis sechs Löffelchen. Die Menge lässt sich nach und nach steigern, ganz im Tempo Ihres Kindes.
Für eine vegetarische Frühlingsvariante können Sie das Hähnchen wunderbar durch milde Gemüsesorten wie Zucchini, Pastinake oder Karotte ersetzen.
Der Brei lässt sich hervorragend aufbewahren. Im Kühlschrank hält er sich gut verschlossen bis zu zwei Tage. Wenn Sie auf Vorrat kochen möchten, können Sie den Brei in sauberen Eiswürfelbehältern einfrieren. So haben Sie immer kleine, praktische Portionen parat.
Wenn Ihr Kind im Laufe der Monate älter wird und mehr Textur mag, können Sie den Pürierstab in der Schublade lassen. Zerdrücken Sie die weichen Zutaten dann einfach grob mit einer Gabel.
Ein Tipp für den Familientisch: Kochen Sie einfach die doppelte oder dreifache Menge an Kartoffeln und Hähnchen. Bevor Sie den Brei für Ihr Kind pürieren, nehmen Sie Ihre eigene Portion ab. Diese können Sie dann kräftig mit Salz, Pfeffer und weiteren Kräutern abschmecken.
Allergiehinweise und Sicherheit beim Essen
Führen Sie neue Zutaten, wie in diesem Fall die Petersilie, immer einzeln und in kleinen Mengen ein. So können Sie in Ruhe beobachten, wie Ihr Kind auf das neue Lebensmittel reagiert.
Achten Sie penibel darauf, dass das Hähnchenfleisch immer vollständig durchgegart ist. Rohe tierische Produkte sind für Babys unter zwölf Monaten nicht geeignet.
Verzichten Sie in diesem Alter komplett auf die Zugabe von Salz und Zucker. Auch Honig ist im ersten Lebensjahr wegen der Gefahr von Botulismus absolut tabu. Nüsse und Samen dürfen wegen der Erstickungsgefahr nur fein gemahlen oder als glattes Mus angeboten werden.
Bei Unsicherheiten zur Beikosteinführung, zum Tempo Ihres Kindes oder bei Fragen zu möglichen Allergien sprechen Sie am besten mit Ihrem Kinderarzt oder Ihrer Kinderärztin. Dort erhalten Sie individuelle und verlässliche Ratschläge.
Wertvolle Nährstoffe für Ihr Kind
Dieser Brei liefert wertvolles Eisen aus dem Hähnchenfleisch. Eisen spielt eine wichtige Rolle bei der Blutbildung und der kognitiven Entwicklung. Kartoffeln spenden sanfte Energie durch komplexe Kohlenhydrate und sind meist sehr gut bekömmlich für den kleinen Magen.
Das Rapsöl ist ein wichtiger Bestandteil der Beikost. Es hilft dem Körper dabei, fettlösliche Vitamine optimal aufzunehmen, und versorgt Ihr Kind mit wertvollen Omega-3-Fettsäuren. Die frische Petersilie steuert zudem eine kleine Portion Vitamin C bei, welches die Eisenaufnahme aus der pflanzlichen und tierischen Nahrung zusätzlich unterstützt.